Jugendbeauftragte der Gemeinden treffen sich zur Auftaktveranstaltung
Meldung aus ReichertshausenWelche Aufgaben haben Jugendbeauftragte eigentlich und wo können sie Unterstützung finden? Wie kann die Stimme junger Menschen in den Gemeinden stärker gehört werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich 15 Jugendbeauftragte bei einer Auftaktveranstaltung am vergangenen Dienstag im Landratsamt Pfaffenhofen.
Begrüßt und durch den rund zweistündigen Abend geführt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Andrea Münzhuber, Leiterin des Sachgebiets Besonderer Fachdienst II, und Johanna Michels von der Kommunalen Jugendarbeit (KOJA) am Landratsamt Pfaffenhofen. Sie ist für die Fachberatung der Jugendbeauftragten zuständig und damit eine wichtige Ansprechpartnerin für deren Arbeit in den Gemeinden. „Jugendbeauftragte müssen nicht auf jede Frage sofort eine Antwort haben. Wichtig ist, dass sie mit den jungen Menschen ins Gespräch kommen und wissen, wo sie Unterstützung bekommen“, so Johanna Michels.
Unter dem Motto „Ins Gespräch kommen“ tauschten sich die Jugendbeauftragten über ihre Erfahrungen, Erwartungen und offenen Fragen aus. Dabei trafen neue auf bereits erfahrene Jugendbeauftragte, die ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen einbringen konnten. Zugleich bot der Abend Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen und sich untereinander zu vernetzen.
Ein Schwerpunkt des Abends lag auf der Frage, welche Rolle Jugendbeauftragte in ihren Gemeinden übernehmen können. Dabei wurde deutlich gemacht: Jugendarbeit ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Jugendbeauftragte können eine wichtige Schnittstelle zwischen jungen Menschen, Gemeinderat, Verwaltung, Vereinen und weiteren Akteuren bilden.
Drei Aufgaben wurden dabei besonders hervorgehoben: jungen Menschen zuhören, Netzwerke aufbauen und im Gemeinderat immer wieder nachfragen: „Habt ihr an die Kinder und Jugendlichen gedacht?“ Denn nur wer die Lebenswelt und Anliegen junger Menschen kennt, kann diese auch angemessen in kommunalpolitische Entscheidungen einbringen.
Nach einer Pause ging es an gemischten Tischen weiter. Bei der Erstellung einer „Jugendarbeits-Landkarte“ sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorhandene Angebote, Einrichtungen, Vereine und Ansprechpartner der Jugendarbeit. Gleichzeitig wurde sichtbar, wo es bereits gute Strukturen gibt und wo möglicherweise noch Handlungsbedarf besteht.
Auch das Beteiligungsformat „Pizza & Politik“ wurde vorgestellt. Das Projekt bietet Jugendlichen die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre mit politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und eigene Anliegen einzubringen.
Die Veranstaltung machte deutlich: Jugendbeteiligung beginnt mit Zuhören. Jugendbeauftragte haben die Möglichkeit, junge Menschen, Politik und Gemeinde miteinander ins Gespräch zu bringen und ihre Anliegen sichtbar zu machen. Mit der Kommunalen Jugendarbeit steht ihnen dabei eine fachkundige Ansprechpartnerin zur Seite.
Der Auftakt soll deshalb nicht nur eine einmalige Veranstaltung bleiben, sondern den Beginn eines regelmäßigen Austauschs und einer stärkeren Vernetzung der Jugendbeauftragten während ihrer Amtszeit bilden.
Bildunterschrift:
Die Jugendbeauftragten der Gemeinden bei ihrem ersten Treffen mit Johanna Michels von der Kommunalen Jugendarbeit (re.)
Foto: Andrea Münzhuber








